Süddeutscher Turnierkalender 2012

Fahrsportforum in München 20.-21.01.2012

Fahrertag am 04.02.2012

Fahrlehrgang mit Silke Kotzer, weitere Info

Haflingerfreunde aufgepasst, Landeshaflingerturnier + Europachampionat, weitere Info

25.09.2011
WM Ponyfahrer Lipica/SLO: Teamgold für Deutschland
Dieter Baackmann ist Weltmeister der Pony-Zweispänner
Eva Willermann
Lipica (fn-press). Bei den fünften Weltmeisterschaften der Ponyfahrer hat Deutschland zum fünften Mal Mannschafts-Gold gewonnen. Außerdem gingen noch drei Einzelmedaillen an das deutsche Team: Dieter Baackmann aus Emsdetten wurde Weltmeister der Pony-Zweispännerfahrer vor Teamkollege Stephan Koch aus Hamburg, der sich den Vize-Titel sicherte. Bei den Pony-Vierspännern gewann Daniel Schneiders aus Petershagen die Bronzemedaille.

„Die fünfte Pony-WM und das fünfte Mannschaftsgold, besser geht’s nicht“. Das ist eine tolle Bilanz und ein toller Abschied aus dem Pony-Bereich“, sagte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) für den es die letzte Pony-WM als Bundestrainer war, da er im Frühjahr 2013 sein Amt abgeben wird. Für die deutsche Mannschaft starteten die Einspännerfahrer Dennis Schneiders (Petershagen) und Patrick Hanisch (Ennigerloh), die Zweispännerfahrer Dieter Baackmann und Stephan Koch und die Vierspännerfahrer Tobias Bücker (Emsdetten) und Steffen Brauchle (Lauchheim). Aus jeder Anspannungsart floss immer das jeweils bessere Ergebnis aus den drei Teilbereichen Dressur, Gelände und Hindernisfahren in die Mannschaftswertung mit ein. Nach Dressur und Gelände führte das deutsche Team mit mehr als 15 Punkten vor den Niederländern und ließ sich auch im Hindernisfahren den Sieg nicht mehr nehmen. So gewann Deutschland mit 359,4 Punkten. Silber ging an die Niederländer mit 376,4 Punkten und Bronze an die US-Amerikaner mit 402,4 Punkten.

Als erstes waren am Morgen die Pony-Einspännerfahrer in den Hindernisparcours gestartet. Nach Dressur und Gelände führte Dennis Schneiders mit Maverick. Das Pony hatte 2009 bereits mit Franz-Josef Lehmkuhl (Emsdetten) WM-Silber geholt. 114,73 Punkte hatte Dennis Schneiders auf dem Konto, dicht dahinter folgten die Dänin Kristina Klindt mit 116,59 Punkten und die Schwedin Susanne Ankermark mit 116,76 Punkten. Beide Fahrerin hatten als einzige Einspännerfahrer fehlerfreie Runden vorgelegt. Dennis Schneiders durfte sich somit nicht einen einzigen Ball erlauben. Aber schon am dritten Hindernis fiel ein Ball vom Kegel. Ein weiterer Ball und 2,65 Zeitfehler kamen noch hinzu, so dass Schneiders am Ende knapp an den Medaillen vorbei schlitterte und den vierten Platz belegte.

Allerdings fährt er nicht mit leeren Händen nach Hause, denn schließlich holte er mit der Mannschaft die Goldmedaille, zu der er mit seinem vierten Platz in der Dressur und Platz drei im Gelände beigetragen hatte. Im Hindernisfahren lieferte dann der zweite Mannschaftsfahrer Patrick Hanisch mit Moses mit 7,31 Punkten das bessere Ergebnis, so dass hier dieses Ergebnis in die Teamwertung einfloss. Gold in der Einzelwertung ging an die Dänin Kristina Klindt, Silber an die Schwedin Susanne Ankermark. Mit einer fehlerfreien Runde im Parcours und lediglich 0,97 Punkten für Zeitüberschreitung holte sich die US-Amerikanerin Suzy Stafford noch die Bronzemedaille. Zweitbester deutscher Pony-Einspännerfahrer war Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf), der mit Kurbaums Flop Platz 15 belegte. Daniela Menke (Bad Essen) beendete ihr WM-Debüt mit Viola auf Rang 29, Patrick Hanisch landete mit Moses auf Platz 31.

Den Druck als letzter Starter in den Hindernisparcours einfahren zu müssen, hatte auch Pony-Zweispännerfahrer Dieter Baackmann. Nach einer herausragenden Dressur, dem damit verbundenen Sieg und Platz fünf im Gelände führte er die Zwischenwertung mit 114,16 Punkten vor seinem Teamkollegen Stephan Koch mit 118,08 Punkten an. Das beste Ergebnis im Kegelparcours hatte bis dahin der Italiener Johann Weitlaner mit 3,10 Punkten abgeliefert und sich damit auf den Bronzerang vorgeschoben. Aber auch Stephan Koch zeigte eine saubere Runde im Kegelparcours und kam lediglich auf 4,12 Punkte wegen Überschreitens der erlaubten Zeit. Damit hatte er sich die Silbermedaille gesichert. Dann fuhr Baackmann ein. Ein Ball fiel und am Ende kamen zu diesen drei Punkten noch 1,08 Zeitfehler hinzu, aber es reichte für die Goldmedaille. Mit 4,08 Punkten hatte er außerdem das zweitbeste Ergebnis im Kegelfahren gebracht. „Das war perfekt, der Kegelparcours ließ sich schön rund fahren, nicht so eckig wie sonst manchmal,“ freute sich Baackmann. „Die Dressur war schon unglaublich gut, im Gelände waren die Ponys ein bisschen matt, aber es war auch eine unheimliche schwierige Strecke und im Hindernisfahren war wieder alles optimal“, so Baackmanns Fazit, der mit zwei Goldmedaillen nach Hause fährt.

Einen tollen Erfolg verbuchte auch Marco Freund (Dreieich). Der Sohn des erfolgreichen Vierspännerfahrers Michael Freund, der zwei Wochen zuvor erst seinen 15. Geburtstag gefeiert hatte, konnte sich im Kegelfahren noch um einen Platz in der Einzelwertung vorarbeiten. Er beendete seine erste WM auf Platz vier. Der zweite deutsche Einzelfahrer Steffen Abicht (Bad Düben) belegte nach 6,29 Punkten im Kegelparcours Platz 14 in der Kombinierten Wertung.

Steffen Brauchle aus Lauchheim lag bei den Pony-Vierspännern nach Dressur und Gelände auf Medaillenkurs. Nach Platz vier in der Dressur und Platz zwei im Gelände war er mit 120,6 Punkten auf Rang zwei. Der bis dahin auf Platz vier liegende Daniel Schneiders (Petershagen) hatte eine fehlerfreie Runde hingelegt – es blieb bei seinen 123,29 Punkten – und setzte damit die drei nach ihm folgenden Fahrer auf den Medaillenrängen unter Druck. Auch der auf Rang drei liegende Niederländer Jan de Boer blieb fehlerfrei und hatte somit eine Medaille sicher. Dann fuhr Steffen Brauchle ein. Der Vize- und Mannschaftsweltmeister von 2009 fuhr zwar eine blitzsaubere Runde, war aber ein wenig zu langsam, so dass 3,3 Strafpunkte hinzukamen. Mit 123,9 Punkten fiel er hinter Jan de Boer und Schneiders zurück. Dann blieb auch der führende Niederländer Bram Chardon, Sohn des Mannschafts-Weltmeisters Ysbrand Chardon, fehlerfrei und sicherte sich die Goldmedaille. Daniel Schneiders gewann Bronze und Steffen Brauchle belegte Platz vier. Auch Platz fünf ging nach Deutschland. Tobias Bücker, Weltmeister 2009, hatte einen Abwurf. Zu seinen 125,76 Punkten nach seinem Sieg in der Dressur und Platz sechs im Gelände kamen also noch drei Punkte hinzu (128,76). Der deutsche Einzelfahrer Abel Unmüssig beendete die WM auf Rang 15

24.09.2011
WM Ponyfahrer Lipica/SLO: Deutsches Team auf Goldkurs
Dieter Baackmann und Dennis Schneiders führen Einzelwertungen an
Eva Willermann
Lipica (fn-press). Nach einem anspruchsvollen Geländetag ist das deutsche Team bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer auf Goldkurs. Nach Dressur und Gelände liegt Deutschland vorne vor dem Team aus den Niederlanden. „Wir führen mit rund 20 Punkten, ich bin zufrieden, was wollen wir mehr“, so das Fazit von Bundestrainer Ewald Meier nach einem Geländetag mit Höhen und Tiefen: Schnelle Runden in den acht Hindernissen, aber auch einem umgekippten deutschen Gespann.

Auch in der Einzelwertung liegen die deutschen Ponyfahrer auf aussichtsreichen Positionen im Kampf um die Medaillen. Die Entscheidungen über Titel und Medaillen fallen im Hindernisfahren. „Wir müssen jetzt sehen, was das Hindernisfahren morgen bringt“, so Meier. Bei den Pony-Vierspännern hatte Mannschafts- und Einzelweltmeister Tobias Bücker mit seinem Sieg in der Dressur mit 38,53 Punkten ein erstes Zeichen gesetzt. Die Geländeprüfung beendete er auf Rang sechs und rutschte damit auch auf Rang fünf der Kombinierten Wertung ab. Er musste damit die Führung in der Kombinierten Wertung dem Niederländer Bram Chardon, Sohn des Mannschafts-Weltmeisters Ysbrand Chardon, überlassen, der das Gelände gewonnen hat. Mit Platz zwei im Gelände hat sich nun Mannschaftsfahrer Steffen Brauchle (Lauchheim) von Platz vier auf Platz zwei vorgeschoben. Er startete als einer der letzten Teilnehmer und wurde vor dem ersten Hindernis plötzlich angehalten. Er musste rund fünf Minuten warten, da an dem Hindernis etwas ausgebessert werden musste. „In Hindernis fünf wäre er dann fast noch am Ziel vorbeigefahren und musste einen Schlenker machen, aber sonst ist er gut gefahren“, so Meier. Einen starken Auftritt im Gelände hatte auch Daniel Schneiders (Petershagen), Weltmeister der Pony-Zweispänner, der seinen Viererzug geschickt durch die acht Hindernisse lenkte. Nach Platz drei in der Dressur und Platz vier in der Geländeprüfung liegt er zurzeit auf Rang vier und hat die Medaillenränge noch im Blick. Vor ihm auf Platz drei ist der Niederländer Jan de Boer. Der vierte deutsche Pony-Vierspännerfahrer Abel Unmüssig (Hinterzarten) hatte richtig Pech. Er kippte im sechsten Hindernis mit seinem Marathonwagen um. „Das war auch das schwierigste Hindernis und er hat da zu viel riskiert“, erklärte Meier. „Zum Glück ist aber nichts passiert.“

Nach einer herausragenden Dressur und dem damit verbundenen Sieg in der ersten Teilprüfung führt Dieter Baackmann aus Emsdetten weiterhin die internationale Pony-Zweispänner-Konkurrenz an. Nach Platz fünf im Gelände hat er nun 114,16 Punkte auf seinem Konto. Dicht auf den Fersen ist ihm Teamkollege Stephan Koch (Hamburg), der nach dem zweiten Platz in der Dressur, Platz zwölf im Gelände belegte, und in der Kombinierten Wertung mit 118,08 Punkten hinter Baackmann liegt. „Ich hätte gedacht, dass Dieter Baackmann eigentlich sogar noch schneller hätte sein können, er hat fast sogar noch ein paar Sekunden liegen gelassen – aber er ist gut gefahren, keine Frage“, so Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) über Baackmann, der als Marathon-Spezialist bekannt ist. Besonders das jüngste Teammitglied, der 15-jährige Marco Freund (Dreieich), zeigte starke Runden durch die acht Hindernisse und belegte Platz sieben in der Geländeprüfung und bleibt damit auf dem fünften Rang nach Dressur und Gelände. „Er ist ganz stark gefahren und die Pferde haben durchgezogen bis zum Schluss, die haben eine Top-Kondition“, so Meier.

Bei den Pony-Einspännern hat Dennis Schneiders (Petershagen) mit Maverick die Führung übernommen und könnte sich morgen seine erste WM-Medaille sichern. Der 25-Jährige, der auch für die deutsche Mannschaft fährt, hatte die Dressur auf Platz vier beendet und sich mit Platz drei im Gelände nun nach ganz vorne gearbeitet. „Dennis ist sehr gut gefahren, besonders für die Einspännerponys war das hügelige Gelände bei diesem warmen Wetter sehr anspruchsvoll“, erklärte Meier. Dennis Schneiders darf sich im Kegelfahren allerdings keinen Ball erlauben. Er führt mit 114,73 Punkten, dicht dahinter folgt die Dänin Kristina Klindt mit 116,56 Punkten. Mit 127,26 Punkten auf Platz zwölf liegt zurzeit Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) mit Kurbaums Flop. Er belegte im Gelände Platz 20, konnte aber dennoch Platz zwölf, den er schon nach der Dressur inne hatte, halten. Der zweite Mannschaftsfahrer bei den Einspännern, Patrick Hanisch, hatte in einem Hindernis mit Haflinger Moses ein Tor falsch durchfahren und bekam 20 Strafpunkte für „korrigiertes Verfahren“ angerechnet und liegt damit weit abgeschlagen auf Rang 31 der Kombinierten Wertung. Auch Einzelfahrerin Daniela Menke (Bad Essen) hatte bei ihrem WM-Debüt mit Pony Viola Probleme im Gelände. „Das Pferd war irgendwie matt“, so Meier. Sie liegt nach Platz 25 in der Dressur und Platz 26 im Gelände in der Kombinierten Wertung auf Platz 25.



23.09.2011
WM Ponyfahrer Lipica/SLO: Deutsches Team führt nach der Dressur
Tobias Bücker gewinnt Vierspännerdressur
Eva Willermann
Lipica (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer in Lipica in Slowenien hat das deutsche Team einen optimalen Auftakt erwischt. Nachdem gestern bereits Dieter Baackmann aus Emsdetten die Dressur der Pony-Zweispänner gewinnen konnte, ging heute auch der Sieg in der Pony-Vierspännerdressur an die deutsche Mannschaft. Einzel- und Mannschaftsweltmeister Tobias Bücker zeigte, dass mit ihm zu rechnen ist. Der zweite Emsdettener im Team setzte sich mit 38,53 Punkten an die Spitze der internationalen Pony-Vierspännerelite.

„Das ist meine persönliche Bestnote. Die ganze Saison über haben sich die Dressurleistungen erst langsam aufgebaut und es ist natürlich super, dass der Höhepunkt dann hier auf der WM ist“, freute sich Bücker. Aber auch die anderen deutschen Vierspännerfahrer überzeugten im Viereck. Daniel Schneiders (Petershagen), amtierender Pony-Zweispänner-Weltmeister, kam bei seiner ersten WM mit dem Pony-Vierspänner auf 42,50 Punkte und belegte hinter dem Niederländer Jan de Boer (40,70 Punkte) Platz drei. Direkt dahinter platzierte sich Mannschaftsfahrer Steffen Brauchle aus Lauchheim, der ebenfalls 2009 zum Gold-Team gehörte und hinter Bücker Vize-Weltmeister wurde. Er belegte in der Dressur mit 43,01 Punkten Platz vier. Einzelfahrer Abel Unmüßig (Hinterzarten) beendete mit seinem Haflinger-Viererzug die Dressur auf Rang zehn (54,78).

Vor den Vierspännern waren bereits die Pony-Einspännerfahrer gestartet. Bester Deutscher war hier Mannschaftsfahrer Dennis Schneiders (Petershagen) mit Maverick. Das Paar kam auf 44,80 Punkte und belegte damit Platz vier. „Das war eine gute Vorstellung, aber leider hat sich das Pony in den Trabverstärkungen zu frei gemacht, das hat einige Punkte gekostet“, analysierte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim). Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) belegte mit Kurbaums Flop Platz zwölf (50,05). Mannschaftsfahrer Patrick Hanisch (Ennigerloh) und sein Haflinger Moses hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Moses galoppierte in den Trabverstärkungen mehrfach an und am Ende belegten die beiden Platz 22 (57,86). „Das ist die erste WM für das Pferd und wenn man in so ein Stadion einfährt, sieht die Welt manchmal plötzlich ganz anders aus“, sagte Meier. Hinter Hanisch auf Platz 25 (61,18) landete Einzelfahrerin Daniela Menke (Bad Essen) mit ihrem Pony Viola. Es siegte der Däne und Weltmeister von 2007 Peter Koux mit 41,47 Punkten.

Pro Anspannungsart fahren zwei Fahrer für die Mannschaft und das jeweils bessere Ergebnis in der Dressur, im Gelände und im Hindernisfahren wird gewertet. „Auch für die Mannschaft war mein Dressurergebnis natürlich wichtig, aber die Holländer bleiben uns auf den Fersen“, so Bücker. Die deutsche Mannschaft führt nach der Dressur nun mit 123,0 Punkten vor dem Team aus den Niederlanden mit 132,9 Punkten. Auf Platz drei rangieren zurzeit die US-Amerikaner mit 141,9 Punkten. Für die Mannschaftswertung zählt das Ergebnis von Pony-Vierspännerfahrer Tobias Bücker, das von Pony-Zweispännerfahrer Dieter Baackmann und das von Pony-Einspännerfahrer Dennis Schneiders. „Der Abstand, den wir zu den Niederländern haben, ist schon ganz gut, aber natürlich dürfen wir morgen im Gelände nicht schlafen“, so Ewald Meier. Am Sonntag wird dann im Hindernisfahren über die Medaillen entschieden.

Liveübertragungen im Internet unter www.silive.si hier klicken

22.09.2011
WM Ponyfahrer Lipica/SLO: Sieg für Dieter Baackmann in der Zweispännerdressur
Platz zwei für Teamkollegen Stephan Koch
Eva Willermann
Lipica/SLO (fn-press). „Eine perfekte Dressur – die Ponys waren so gut wie noch nie“, freute sich Dieter Baackmann. Der Fliesenleger aus Emsdetten hat bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer in Lipica die beste Dressur seines Lebens gefahren und damit die Dressurprüfung der Pony-Zweispänner gewonnen. Auch Platz zwei ging nach Deutschland. Baackmanns Teamkollege Stephan Koch aus Hamburg war als zweiter Starter des 27-köpfigen Teilnehmerfeldes mit 41,47 Punkten lange in Führung gewesen – bis zu Baackmanns Vorstellung.

„Unter 40 Punkten und das auf einer WM - das ist genial“, sagte Dieter Baackmann, der mit 39,68 Punkten die Aufgabe beendete. „Der Boden war sehr gut und topp zu fahren, die Atmosphäre war super, aber die Ponys waren nicht zu beeindruckt, so dass ich ordentlich vorwärts fahren konnte“, erklärte er. Auch Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) war mit dem WM-Auftakt zufrieden: „Gewonnen ist gewonnen, aber sie haben beide nicht das Letzte riskiert. Baackmann hätte in den Verstärkungen sogar noch mehr vorwärts fahren können, denn die Ponys sind unheimlich taktsicher und er hätte so vielleicht noch ein paar Pünktchen mehr herausholen können.“

Auch der jüngste deutsche Fahrer, der 15-jährige Marco Freund (Dreieich), zeigte eine souveräne Vorstellung. Der Sohn von Fahrsport-Legende Michael Freund kam bei seinem WM-Debüt auf 47,49 Punkte und belegte Platz fünf. Pech hatte dagegen der vierte Pony-Zweispännerfahrer Steffen Abicht (Bad Düben). Die Ponys des Bronzemedaillengewinners von 2009 ließen sich von den Fliegen ärgern. Nach dem Halten schlug ein Pony aus und kam dabei über den Strang. Die Richter läuteten die Aufgabe ab und ein Beifahrer musste den Strang wieder richtig befestigen. Das Absteigen des Beifahrers bedeutete fünf Strafpunkte zusätzlich. Am Ende kam Abicht auf 67,72 Punkte und belegte damit Platz 25.

Am späten Nachmittag starteten noch die ersten Pony-Einspännerfahrer. Die Prüfung wird am Freitagmorgen fortgeführt. Danach folgt die Dressur der Pony-Vierspännerfahrer. Am Samstag starten alle Gespanne im Gelände, am Sonntag steht das Hindernisfahren auf dem Programm.

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Bayerische Meisterschaft der Einspänner 2011

Deutsche Jugendmeisterschaft und Qualifikation zum Bundesnachwuchschampionat 18.-21.08.2011 ECC gratuliert den erfolgreichen Bayern

21.08.2011
Bundesnachwuchschampionat Fahren: Sieg für Team Sachsen-Anhalt
Gewinner in Bösdorf heißen Marlena Brenner, Helena Scheiter und Tim Grober
Eva Willermann
Bösdorf (fn-press). Neben den Deutschen Jugendmeisterschaften hat in Bösdorf in Sachsen-Anhalt auch das zweite Bundesnachwuchschampionat Fahren stattgefunden. Das richtete sich an Kinder und Jugendliche, die jünger als 16 Jahre sind. Nach den vier Teilprüfungen Dressur, Gelände, Vormustern und Theorie, stand heute noch das Kegelfahren der Klasse A auf dem Programm.

Zuerst starteten die Pony-Einspännerfahrer. Es siegte die 16-jährige Marlena Brenner (Schüttorf), die vor dem Kegelfahren noch auf Platz zwei gelegen hatte, denn die bis dahin Führende, die zwölfjährige Christina Wagner (Glonn) war mit der Kutsche umgekippt und schied aus. Zum Glück war der Fahrerin, der Beifahrerin und auch dem Pony nichts passiert. „Gut das sich keiner verletzt hat, aber das ist natürlich bitter, auch für das Team Bayern, denn ihre Ergebnisse zählen jetzt alle nicht mehr“, so ein Zuschauer. Der Vize-Titel ging an den 14-jährigen Henrik Thiemann (Saerbeck), Sohn des erfolgreichen Pony-Vierspännerfahrers Martin Thiemann. Bei ihm und seinem Pony Special fiel am letzten Kegel noch ein Ball, sonst wäre es fast noch der Sieg geworden.

Bei den Einspännern mit Pferden siegte Helena Scheiter aus Bayern. Sie schob sich durch ihr gutes Ergebnis im Kegelfahren noch an dem 15-jährigen Lokalmatador Markus Stottmeister (Bösdorf) vorbei. Stottmeister holte somit Silber. Bronze ging an Vanessa Breithaupt aus Baden-Württemberg. Das Bundesnachwuchschampionat der Pony-Zweispänner gewann der 14-jährige Tim Grober (Bad Gandersheim) vor Alexander Wiederhold (Greven) und Karolin Romahn (Osterburg).

In der Mannschaftswertung siegte das Team Sachsen Anhalt vor heimischem Publikum. Die Plätze zwei und drei gingen an Westfalen und Bayern. Jüngste Teilnehmerin war die zehnjährige Lena Hensel aus Hessen. „Das Gelände und auch das Kegelfahren waren schwer genug, aber immer auch sehr jugendgerecht aufgebaut“, lobte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. „Auch der Veranstalter hat sich hier sehr viel Mühe gegeben, Plätze und Hindernisse toll dekoriert und jeden Abend gab es ein tolles Rahmenprogramm“, so Geiger.

Internationales Fahrderby, Deutsche Meisterschaften der Vierspänner, CIAO für Zweispänner in Riesenbeck 20.-24.07.11 Ergebnisse und Bilder - hier klicken

24.07.2011
DM Vierspänner Riesenbeck: Georg von Stein wird erstmalig Deutscher Meister
Deutsche Zweispänner gewinnen den Nationenpreis
Eva Willermann
Riesenbeck (fn-press). Georg von Stein aus Modautal in Hessen ist bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner in Riesenbeck zum ersten Mal Deutscher Meister geworden. Er ging als Führender der nationalen Wertung ins Hindernisfahren, behielt die Nerven und kam fehlerfrei ins Ziel.

„Ich war schon nervös als ich in den Kegelparcours eingefahren bin und je länger ich fehlerfrei blieb, desto kribbeliger wurde ich“, gab der 38-jährige von Stein zu, der im vergangenen Jahr zum Bronze-Team bei den Weltreiterspielen in Kentucky gehörte. Dabei hätte er sogar einen Ball abwerfen dürfen, denn er führte mit 140,18 Punkten vor Rainer Duen (Friesoythe), der mit 3,08 Punkten ins Ziel gekommen war und somit 146,15 Punkte auf dem Konto hatte. Für Duen war es damit die zweite Silber-Medaille nach 2006. Bereits zweimal (1997 und 2004) war er auch schon Deutscher Meister gewesen. Mit einer fehlerfreien Runde im Kegelparcours beendete der 21-jährige Michael Brauchle (Lauchheim) die Deutsche Meisterschaft und sicherte sich so die Bronze-Medaille (149,59). Platz vier ging an Josef Zeitler (Starnberg), Platz fünf an Ludwig Weinmayr (Fischbachau), Platz sechs an Mareike Harm (Negernbötel), Platz sieben an Max Dangel (Vechta) und Platz acht an den Vize-Meister von 2010 Christian Plücker (Waldeck).

Nach der Dressur noch auf Platz drei, hatte sich Georg von Stein durch seinen zweiten Platz im Gelände – hinter Michael Brauchle – nach vorne in der Meisterschaftswertung gefahren. Da die Deutsche Meisterschaft im Rahmen des Internationalen Deutschen Fahrderbys stattfand, hatte er sich damit auch in der Derby-Wertung verbessert und belegte am Ende Platz zwei (599,51). Es siegte der US-Amerikaner Chester Weber (546,23). Auf Rang drei im Derby platzierte sich Michael Brauchle (604,57), Platz vier ging an Rainer Duen (619,40). Das Fahrderby ging über insgesamt fünf Wertungsprüfungen. Zuerst fanden am Donnerstag zwei Dressur-Prüfungen statt. Das Besondere: Die Pferde des Vierspänners mussten als zwei Zweispänner in den beiden Wertungsprüfungen gefahren werden. Dann standen die Vierspänner-Dressur am Freitag, das Gelände am Samstag und das Hindernisfahren am Sonntag auf dem Programm.

Der Deutsche Meister der Vierspänner von 2010, Christoph Sandmann aus Lähden, trat nicht in Riesenbeck an, da seine Tochter Anna und Stallmeisterin Carola Diener mit seinen Pferden bei den Zweispännern starteten. Denn neben den Vierspännern waren auch die besten Zweispänner der Welt beim Offiziellen Nationenpreis der Zweispänner in Riesenbeck am Start. Wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr siegte Deutschland. Die deutsche Mannschaft mit Carola Diener (Lähden), Sebastian Warneck (Potsdam) und Reinhard Burggraf (Geretsried) legte einen Start-Ziel-Sieg hin und belegte in der Einzelwertung die Plätze eins bis drei. Nachdem alle drei Mannschaftsfahrer schon eine starke Leistung im Dressurviereck gezeigt hatten (Platz eins, zwei und vier) und auch im Gelände schnell gefahren waren (Platz acht, Platz elf und Platz zwei) führte das deutsche Team vor dem Hindernisfahren mit zehn Punkten vor den Niederländern.

Sebastian Warneck, nach Dressur und Gelände auf Rang vier, startete als erstes für die deutsche Mannschaft im Kegelfahren. Ihm gelang eine fehlerfreie Runde und er kam ganz begeistert aus dem Hindernisparcours: „Das war super, beide Pferde haben sich ganz toll fahren lassen“, so Warneck, der den sechsjährigen Alfred mit dem erfahrenen Rocky noch nicht oft zusammen angespannt hatte. Dann fuhr der Niederländer Raymond Letteboer in den Kegelparcours ein und er beendete die Prüfung mit 7,83 Punkten und Warneck kletterte auf Platz drei der Kombinierten Wertung hoch. Die amtierende Deutsche Meisterin, die 23-jährige Carola Diener, kam durch einen gefallenen Ball auf drei Punkte. Damit war der deutsche Sieg im Nationenpreis aber bereits sicher und der Bundestrainer der Zweispänner, Eckardt Meyer (Hermannsburg), nahm die Glückwünsche entgegen.

Durch Dieners drei Punkte hätte sich Teamkollege und Führender der Einzelwertung Reinhard Burggraf sogar einen Ball erlauben können. Allerdings fielen bei ihm gleich zwei Bälle und er rutschte auf Platz drei der Einzelwertung ab. „Beide Bälle sind gefallen, weil das eine Pferd mit dem Hinterhuf daran gekommen ist – das ist mir noch nie passiert“, ärgerte sich Burggraf während Diener die Glückwünsche entgegennahm.

„Das sind natürlich gute Voraussetzungen für die diesjährigen Zweispänner-Weltmeisterschaften in Conty in Frankreich“, freute sich Bundestrainer Meyer über den Sieg im Nationenpreis. Deutschland kam am Ende auf 233,19 Punkte, Platz zwei mit 255,51 Punkten ging an die Niederländer, Platz drei mit 257,77 Punkten an Ungarn. Insgesamt starteten Mannschaften aus neun Nationen beim CAIO der Zweispänner.

Weitere Informationen unter www.reiterverein-riesenbeck.de

CHIO Aachen: Deutsche Vierspänner auf Platz zwei im Nationenpreis
Sieg für das Team aus den Niederlanden
Eva Willermann
Aachen (fn-press). Im Nationenpreis der Vierspänner beim CHIO Aachen hat das deutsche Team den Sieg knapp verpasst. Zum fünften Mal in Folge gewann die Mannschaft aus den Niederlanden. Nach Dressur und Gelände hatte das deutsche Team mit Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal) und Michael Brauchle (Lauchheim) mit einem Punkt Vorsprung noch vor den Niederländern geführt, dann kamen im Kegelfahren aber zu viele Fehler dazu. „Ich bin schon enttäuscht, wenn man es selbst in der Hand hatte, ist es noch ärgerlicher“, sagte Georg von Stein nach dem Hindernisfahren.

Als erster deutscher Teamfahrer war der 21-jährige Michael Brauchle, der gestern die Geländeprüfung gewonnen hatte, in den Kegelparcours eingefahren. Er blieb fehlerfrei, schaffte es aber nicht in der erlaubten Zeit ins Ziel, so dass er auf 6,9 Punkte für Zeitüberschreitung kam. „Ich habe bei den Kegeln acht und neun kurz die falsche Leine gegriffen und auch auf der Linie elf, zwölf und 13 habe ich Zeit verschenkt, das summiert sich dann leider am Ende“, erklärte Brauchle, wie es zu den Zeitfehlern kam.

Auch Georg von Stein schaffe es nicht ganz in der Zeit, außerdem fiel bei ihm auch noch ein Ball, da sein rechtes Vorderpferd einen Kegel berührt hatte, so dass er auf 5,55 Punkte kam. Für die holländische Mannschaft hatten zwei Fahrer da schon jeweils nur drei Punkte gesammelt. Das bedeutete, dass das deutsche Team nur noch gewinnen konnte, wenn der niederländische Schlussfahrer Ijsbrand Chardon einen Fehler machte und gleichzeitig Christoph Sandmann eine Null-Runde schaffte. Mannschafts-Weltmeister Chardon unterlief kein einziger Fehler, so dass die Holländer schon jubeln konnten, bevor Sandmann in den Parcours eingefahren war. Er kam mit 0,94 Punkten für Zeitüberschreitung ins Ziel und platzierte sich damit in der Prüfung auf Rang sieben.

„Natürlich ist das schade, wenn man so dicht dran war, aber letztes Jahr war ich mit dem zweiten Platz schon sehr zufrieden und auch dieses Mal war nicht damit zu rechnen, dass es besonders im Gelände so gut läuft“, sagte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim). Das Gelände hatte Michael Brauchle gewonnen, Georg von Stein platzierte sich auf Rang sechs und Einzelfahrer Rainer Duen (Friesoythe) kam auf Platz acht. Die erste Teilprüfung der Mannschaftswertung war die Dressur am Donnerstag. Hier belegte Christoph Sandmann Platz vier und Georg von Stein Platz neun, damit lag das deutsche Team nach der ersten Teilprüfung auf Platz zwei hinter den Niederlanden. Nach allen drei Teilprüfungen war dann das niederländische Team mit 284,65 Punkten vor der deutschen Mannschaft mit 287,12 Punkten. Platz drei ging an die Schweiz mit 298,97 Punkten.

Von den 25 Teilnehmern aus elf Nationen blieben am Sonntag nur fünf im Kegelparcours fehlerfrei. Diese starteten dann im Stechen. Hier setzte sich der deutsche Einzelfahrer Rainer Duen (Friesoythe) mit einer rasanten Runde durch und konnte sich über den Sieg und ein Preisgeld von 4.500 Euro freuen.

Erstmalig gab es in Aachen in diesem Jahr eine Trennung zwischen der Einzel- und der Mannschaftswertung. Während das Gelände am Samstag für beide Wertungen zählte, gab es eine Dressur am Mittwoch und ein Kegelfahren am Freitag für die Einzel- und eine weitere Dressur am Donnerstag und das Kegelfahren am Sonntag für die Mannschaftswertung. Nach der Dressurprüfung am Mittwoch, dem Kegelfahren am Freitag und dem Gelände am Samstag, stand der Sieger der Einzelwertung dann bereits fest. Es siegte zum dritten Mal der amtierende Weltmeister Boyd Exell aus Australien (126,73). Platz zwei (133,73) ging an den Niederländer Ijsbrand Chardon und Platz drei der Kombinierten Wertung an den US-Amerikaner Chester Weber (137,76).

Bester Deutscher war Georg von Stein auf Platz vier (150.31). Nicht nur Georg von Stein hatte sich durch eine gute Geländeprüfung vorgearbeitet, sondern auch Michael Brauchle. Nach Dressur und Kegelfahren noch auf Rang 18, belegt er am Ende Platz sieben (154,00). Christoph Sandmann, der nach einer guten Dressur und einem fehlerfreien Kegelfahren in der Einzelwertung auf Platz vier lag, hatte Probleme im Gelände und rutschte auf den 15. Platz (163,80) ab. Für Sandmann war es erst das zweite Turnier mit seinem Vierspänner in dieser Saison. Denn seine Pferde sind in diesem Jahr mit seiner 15-jährigen Tochter Anna und der 23-jährigen Stallmeisterin Carola Diener erfolgreich in den WM-Sichtungen für Zweispänner gestartet. Vor zwei Wochen ist Carola Diener in Greven Deutsche Meisterin der Zweispänner geworden. „Dadurch, dass die Mädchen viel gefahren sind, hatte er diese vier Pferde so noch nicht zusammen im Gelände gefahren, ein Pferd ist überhaupt noch nie so ein schweres Gelände im Vierspänner mitgegangen“, erklärte Meier. Die Einzelfahrer Rainer Duen und Christian Plücker (Waldeck) beendeten die Einzelwertung auf Platz 11 (157,34) und auf Platz 17 (174,81).

Deutsche Titelkämpfe Ein- und Zweispänner in Greven-Bockholt 29.06.-03.07. 2011, Ergebnisse

03.07.2011
DM Ein- und Zweispänner: Christoph Dieker und Carola Diener holen Titel
Josef Sauerwald wird Deutscher Meister der Fahrer mit Behinderung
Eva Willermann
Greven (fn-press). Die 23-jährige Carola Diener aus Lähden ist bei den Deutschen Meisterschaften der Ein- und Zweispänner und der Fahrer mit Behinderung im westfälischen Greven Deutsche Meisterin der Zweispänner geworden. Bei den Einspännern ging der Titel des Deutschen Meisters an Christoph Dieker aus Gescher. Josef Sauerwald aus Havixbeck gewann bei den Fahrern mit Behinderung die Goldmedaille.

Im Hindernisfahren wurde es bei den Zweispännern richtig spannend. Die Zeit war so knapp bemessen, dass keiner der Fahrer den Kegelparcours fehlerfrei verließ. Nach Platz zwei in der Dressur und Platz zehn im Gelände führte Nachwuchsfahrerin Carola Diener die Kombinierte Wertung an und musste daher als letzte Starterin in den Kegelparcours. Zuvor war Reinhard Burggraf (Geretsried) gestartet. Die beiden trennte vor dem Kegelfahren nicht einmal ein Ball. Bei Burggraf fielen drei Bälle und fünf Strafpunkte kamen wegen Überschreitens der erlaubten Zeit hinzu, so dass er auf 14 Strafpunkte kam. Carola Diener startete zügig und blieb lange ohne Fehler. „Sie bringt das heim“, prophezeit Burggraf, der ihre Fahrt verfolgte. Und er sollte recht behalten. Zwar fielen am Ende noch zwei Bälle und sie blieb nicht ganz in der vorgegebenen Zeit, kam aber insgesamt nur auf elf Strafpunkte. Sie siegte als erste Frau überhaupt bei der DM der Zweispänner mit 146,36 Punkten vor Burggraf mit 149,79 Punkten. „Irgendwie war ich überhaupt nicht nervös“, sagte Diener, die in diesem Jahr schon die WM-Sichtungen in Blievenstorf und Lähden gewonnen hat. Sie ist im Stall des erfolgreichen Vierspännerfahrers Christoph Sandmann in Lähden angestellt und startet auch mit Pferden aus seinem Vierspänner.

Die Bronzemedaille ging – wie bereits im Vorjahr – an Arndt Lörcher (Wolfenbüttel/161,94). Mit lediglich elf Strafpunkten und dem zweiten Platz im Kegelfahren schob er sich von Platz zehn auf Rang drei vor. Platz vier der Meisterschaftswertung ging an Lothar Bachmeier (Meißenheim/168,13), Platz fünf an Marion Pleie (Riesenbeck/168,53).

Pech hatte der sechsmalige Deutsche Meister Sebastian Warneck (Potsdam). Mit seinem Sieg in der Dressur hatte er bereits den Grundstein für Titel Nummer sieben gelegt. Aber im Gelände kippte er im vierten Hindernis mit seinem Marathonwagen um. Er konnte zwar das Gelände zu Ende fahren, aber durch die hohe Strafpunktzahl rutschte er auf den letzten Platz der Kombinierten Wertung ab. „Das Rad hat mein Bein nur leicht gestreift, das ist wahrscheinlich nur eine Prellung am Bein, da hab ich noch Glück gehabt“, sagte er am nächsten Tag. Beim Hindernisfahren bewies er noch einmal sein Können und gewann mit fünf Strafpunkten diese Teilprüfung.

Auch bei den Einspännern holte sich Christoph Dieker seinen ersten nationalen Titel.
“Ich war schon öfter dicht dran, aber habe dann immer den Titel im Hindernisfahren buchstäblich `weggekegelt’”, erinnerte sich Dieker. Nach dem Sieg in der Dressur und Platz fünf im Gelände lag er vor dem Kegelfahren auf Platz zwei der Kombinierten Wertung. Als der Führende, Einzel- und Mannschaftsweltmeister Thorsten Zarembowicz (Viernheim), dann mit Pablo die Ziellinie durchfuhr und 22,5 Punkte auf der Anzeigetafel standen, war vom Abfahrplatz Diekers Jubelschrei zu hören, denn damit war er Deutscher Meister. Zarembowicz war dennoch zufrieden, denn für den noch unerfahrenen Pablo war es erst das dritte Turnier.

Durch sein starkes Kegelfahren sicherte sich Dieter Lauterbach (Dillenburg) – nach Dressur und Gelände noch auf Platz sechs – die Bronzemedaille. Mit Rheinprincess blieb er als einziger Fahrer in der erlaubten Zeit und kassierte lediglich sechs Strafpunkte für zwei gefallene Bälle. Damit gelang ihm der Sieg in dieser Teilprüfung. Platz vier ging an Klaus Tebbe (Neuenkirchen) mit dem erst siebenjährigen Falko. „Das war schon sehr unverhofft, dass das Pferd bei seinem ersten S-Turnier das so macht“, freute sich Tebbe, der Platz fünf in der Dressur belegt hatte und das Gelände am Samstag gewinnen konnte. „Das war sagenhaft, wie sicher und sauber er durch das anspruchsvolle Gelände gefahren ist“, lobte Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg). Platz fünf der Kombinierten Wertung ging ebenfalls an Christoph Dieker mit seinem Nachwuchspferd Connect. Platz sechs belegte Mannschafts-Weltmeister Detlef Böhlmann (Otter) mit Diaz, Platz sieben Katja Helpertz (Monheim) mit Chester. Pech hatte Armin Müller-Rasmussen (Bad Endbach). Er lag nach Dressur und Gelände auf Platz sieben, nahm aber im Hindernisparcours die letzte Kurve vor dem Ziel so schnell, dass er mit seinem Gespann umkippte und sich so verletzte, dass er ins Krankenhaus musste.

In Greven kämpften nicht nur die Ein- und Zweispännerfahrer um die nationalen Titel, sondern auch die Fahrer mit Behinderung. Sie starteten in einer Kombinierten Prüfung der Klasse M mit Ponys oder Pferden. Seinen ersten Deutschen Meistertitel gewann Josef Sauerwald aus Havixbeck, der im vergangenen Jahr bereits mit dem deutschen Team Mannschaftsweltmeister im niederländischen Breda geworden war. Mit seinem Pony Don’t Confess gewann er die Dressur, wurde Zweiter im Gelände und belegte Platz drei im Kegelfahren. „Die Dressur war schon immer meine Spezialdisziplin, aber das Gelände sonst gar nicht so, aber das hatte ich mit Martin Thiemann vermehrt trainiert“, erklärte Sauerwald, der wegen einer Spinalen Muskelatrophie mit extra Schlaufen an den Leinen startet. Vor dem Kegelfahren sei er schon nervös gewesen, gab er zu. „Aber die ‚Trude’ ist einfach eine coole Socke“, lobte er seine elfjährige Ponystute, die er seit fünf Jahren besitzt und selbst ausgebildet hat. Die Silbermedaille ging an Markus Beerhues (Langenberg) mit Dolero und Bronze gewann Hubert Markett (Haldern) mit Jesko. Außerdem platzierte sich noch Josef-Johannes Bödefeld (Sundern) mit Chagall auf Platz vier der Meisterschaftswertung. Die Kombinierte Wertung gewann allerdings nicht Josef Sauerwald, sondern der Niederländer Jacques Poppen mit Nienke, der mit einer Gastlizenz starten durfte.

Auch die Pony-Vierspänner starteten in Greven in einer Kombinierten Prüfung der Klasse S, die gleichzeitig die NRW-Meisterschaft war. Hier siegte Tobias Bücker (Emsdetten) mit 160 Punkten vor Thomas Köppen (Dreieich) mit 163,04 Punkten.

25. Internationales Einspänner-Turnier im Hessischen Landgestüt Dillenburg / Ergebnisse Dillenburg 23.-26.06.11

Ergebnisse Altenfelden 15.-19.06.11

10.10.2010
WEG Kentucky: Endstand Fahren
Mannschaftswertung
Gold: Niederlande; 279,77
Silber: USA; 300,92
Bronze: Deutschland; 322,2
Einzelwertung
Gold: Boyd Exell (AUS); 134,04 (30,08/100,44/3,52)
Silber: Ijsbrand Chardon (NED); 135,24 (35,97/96,27/3,00)
Bonze: Tucker Johnson (USA); 150,06 (40,19/106,87/3,00)
4. Christoph Sandmann (Lähden); 151,18 (40,58/110,60/0)

11. Georg von Stein (Modautal); 171,02 (57,86/106,25/6,91)

13. Ludwig Weinmayr (Fischbachau); 181,33 (62,46/111,42/7,45)

The World Champion Four in Hand 2010 - Exel Boyd

Bronce für das Team Deutschland

Bayerische Meisterschaften Vier-, Zwei- und Einspänner 2010 in Hausen, Ergebnislisten hier

Deutsche Fahrer für Weltreiterspiele benannt

Im Anschluss an die Deutschen Meisterschaften der Vierspänner in Lähden im Emsland hat der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Teilnehmer für die Weltreiterspiele vom 25. September bis 10. Oktober in Kentucky bekanntgegeben. Für Deutschland gehen Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal) und Ludwig Weinmayr (Fischbachau) an den Start. Reservefahrer ist Rainer Duen (Friesoythe). (fn-press/evw)

Internationales Pony- und Jugendfahrturnier (CAIP/J/Y) vom 25. bis 29. August in Vecses (HUN)
Pony-Zweispänner
1. Katharina Dam (Hohenthann); 118,983 (Dressur 60,79/Gelände 47,37/Hindernisfahren 10,77)
2. Máté Rohr (HUN); 126,53 (70,96/49,57/6)
3. Zsófi Kovács (HUN); 129,90 (58,57/56,77/14,56)

Einspänner
1. Peter-Johannes Auracher (Lauchheim); 127,32 (Dressur 62,89/Gelände 48,35/Hindernisfahren 16,08)
2. Hannah Kelly (GBR); 132,04 (59,41/52,51/20,12)
3. Pia Eisenbach (AUT); 136,04 (44,52/69,88/21,64)

1. Deutsche Meisterschaft der Junioren 2010 in Viernheim
Wir gratulieren zur Deutschen Meisterschaft U25
1. Platz Mannschaftswertung U25
Team Bayern in der Zusammensetzung:
Susanne Rachner, Neuburg a.d. Donau
Jana Wehr, Uffenheim
Katharina Dam, Landshut
Maximilian Forster, Bad Feilnbach

4. Platz Mannschaftswertung U16
Team Bayern in der Zusammensetzung:
Kathrin Scheiter, Hausen
Anika Geiger, München
Helena Scheiter, Hausen


Mannschaftsführer: Bernd Rachner

1. Deutsche Meisterschaft der Junioren 2010 in Viernheim
Wir gratulieren zur Deutschen Meisterschaft U25 Einzelwertung
Susanne Rachner, Neuburg a.d. Donau
Maximilian Forster, Bad Feilnbach

1. Deutsche Meisterschaft der Junioren 2010 in Viernheim
DJM/Nachwuchschampionat Fahren: Erfolgreiche Premiere mit 126 Startern
Erstmals Titelträger in Viernheim ermittelt
von fn-press


Viernheim (fn-press). Dichtes Gedränge hat auf dem Siegerpodest im Rahmen der erstmals ausgetragenen Deutschen Jugend-Meisterschaft U 25 im Fahren bei der Viernheimer Kutschengilde geherrscht. Zwölf Medaillenträger strahlten als sie die Medaillen überreicht bekamen. Zusätzlich wurden Titel im ersten Deutschen Nachwuchschampionat U 16 vergeben.

Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften ging der Titel bei den Pony-Einspännern an Susanne Rachner (Neuburg an der Donau), die in allen Teilprüfungen zu überzeugen wusste. Nach einem dritten Platz in der Dressur und Platz vier im Gelände konnte sie sich einen Abwurf in dem von Parcourschef Wilhelm Wörner (Groß Umstadt) kreierten und nicht einfachen Parcours leisten. Hinzu kam, dass ihre größte Konkurrentin, Sarah Ruckert aus Hessen, sich neben einen Abwurf auch noch eine leichte Zeitüberschreitung leistete. Nach Platz zwei in der Dressur und im Gelände gab es für Rica Reithmeier (Herford) nach 6,5 Punkten im Kegelparcours die Bronzemedaille. Der Abstand zur viertplatzierten Pia Grundmann (Fredenbeck) betrug nur ganze 0,02 Punkte.

Bei den Pony-Zweispännern gab es einen Startzielsieg des Bayern Maximilian Forster (Wendelstein). Er hatte die Dressur überlegen vor dem Mitfavoriten Marco Freund (Dreieich) und Thomas Schuppert (Bösdorf) gewonnen. Auch nach einem 15. Platz im Gelände behielt er die Führung in dem 34 Teilnehmer umfassenden Starterfeld. Eine souveräne abschließende Nullrunde sicherte dem jungen Bayern den Titel vor Thomas Schuppert und Fabian Gänsehirt (Meißenheim). Die Mitfavoriten Marco Freund und auch Sven Kneifel (Wunstorf) kippten im Gelände um, aber es blieb ohne ernsthafte Folgen für Ponys und Besatzung. Auf dem undankbaren vierten Platz, knapp an einer Medaille vorbei, platzierte sich die Hessin Nina Schäfer. Die erste Titelträgerin bei den Einspännerpferden ist Katja Helpertz (Leichlingen), die im Hindernisfahren die bis dahin führende Christin Schlubeck noch abfing.

Überlegen fiel der Titelgewinn bei den Zweispänner-Pferden für Carola Diener (Lähden) aus. Die Stallmeisterin des mehrfachen Vierspännerweltmeisters Christoph Sandmann hatte am Ende einen satten Vorsprung von über zehn Punkten auf den zweitplatzierten Sven Kunkel (Modautal) und den Bronzemedaillengewinner Daniel Stötzer (Erfurt). In einer überragenden Dressur legte Carola Diener den Grundstein für ihren Erfolg. Im Gelände verwaltete sie diesen Vorsprung mit Geschick und ihre abschließende fehlerfreie Fahrt im Kegelparcours rundete ihren spektakulären Auftritt ab. Auch Sven Kunkel und Daniel Stötzer waren bereits in der Dressur weit vorne zu finden und hielten ihre Positionen im Spitzenfeld auch nach dem Gelände. Beide kamen mit nur einem Abwurf aus dem Parcours und zogen damit an den vor dem Hindernisfahren vor ihnen liegenden Jaqueline Heinecke (Bösdorf/12 Strafpunkte) und auch Anna Sandmann (Lähden) vorbei. Die Tochter von Christoph Sandmann kam mit 6 Punkten aus dem Parcours und fiel damit von Platz zwei auf den fünften Rang zurück.

Den von Jürgen Matthies gestifteten Länderpokal gewann das Team aus Bayern in der Besetzung Jana Wehr, Susanne Rachner, Maximilian Forster und Katharina Dam. Hessen und Sachsen-Anhalt folgten in der Mannschaftswertung auf den Plätzen zwei und drei. Insgesamt neun Ländermannschaften waren bei der Meisterschaft U 25 in Viernheim am Start.

Bei dem in der Klasse A ausgetragenen Nachwuchschampionat U 16 ging der Titel bei den Pony-Einspännern an Kerstin Möllers (Emsdetten), die vor allem ein überragendes Gelände fuhr. In jedem Hindernis gab es für die junge Fahrerin aus Westfalen die Bestzeit. Silber ging an Anne-Marie Schulz (Fleetmark), die ihre stärksten Auftritte bei ihrem Sieg im Hindernisfahren hatte. Henrik Thiemann (Saerbeck) holte sich Bronze. Der Sohn des mehrfachen Deutschen Meisters der Ponyvierspänner war in allen Teilprüfungen immer ganz vorne zu finden.

Neben den üblichen Prüfungen Dressur, Gelände und Hindernisfahren mussten die Teilnehmer U 16 noch einen Theorietest absolvieren und ein Pferd oder Pony vormustern. Auch diese Aufgaben wurden bewerten und flossen in der Wertung der Kombinierten Prüfung ein. Bei den Einspänner-Pferden gab es eine bayrische Dominanz durch die Siegerin Judith Scheiter (Leidersbach) und die zweitplatzierte Anika Geiger (Parsdorf). Beide hatten ganz starke Auftritte in der Dressur. Bronze ging an Pascal Bubitz (Georgsmarienhütte), er war der Schnellste im Gelände.

Gold ging an Rene Jeuring (Emlichheim) bei den Pony-Zweispännern. Der Sieg im Gelände und ein zweiter Platz in der Dressur war die Grundlage seines Erfolges. Dressursiegerin Miriam Kampmann (Essen) rette ihre Silbermedaille knapp vor Julius Demandt (Hamburg) ins Ziel. Ein Hauch von 2 Punkten trennte die beiden am Ende.

Acht Mannschaften bewarben sich um den Sieg im Länderpokal. Westfalen holte sich in der Besetzung Kerstin Möllers, Henrik Thiemann und Alexander Wiederhold den Sieg vor den Teams aus Sachsen-Anhalt und Weser-Ems. Den von dem Verein zur Förderung de Jugendfahrsportes gestifteten "Horsemanship Preis" vergab das Richterkollegium bei der Gruppe U 16 an Luisa Sandmann und bei der Gruppe U 25 an die Deutsche Meisterin Katja Helpertz aus dem Rheinland. Beide überzeugten in ihrem Umgang mit den Pferden und durch vorbildliche Arbeit auf dem Vorbereitungsplatz.

Insgesamt 168 Nennungen hatte der Veranstalter erhalten. Durch einen vorher festgelegten Selektionmodus gingen dann von noch 128 zugelassenen Jugendlichen immerhin 126 in Viernheim an den Start. Die Medaillen übergaben Felix Auracher (Lauchheim), Vorsitzender des Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und Dr. Franz Josef Vetter, ebenfalls Mitglied im Fahrausschuss. Der frisch gebackene Doppelweltmeister der Einspänner Thorsten Zarembowicz (Viernheim) und der mehrfache Vierspänner-Weltmeister Michael Freund (Dreieich) legten den jeweiligen Titelträgern die Schärpen an. Rudolf Temporini

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